Hypercube Moskau

Hypercube Moskau

Hypercube Moskau

„Genau wie die International Space Station, ist der Hypercube ein physikalischer Bereich der Innovations-und Experimentierfreudigkeit in Architektur, Technik, Kunst und Medien."

Boris Bernaskoni, Architekt


Das vom Architekten Boris Bernaskoni entworfene Gebäude „Hypercube“ ist das erste Hightech-Bauwerk in der zukünftig 400 Hektar großen Technologiestadt in Skolkovo. Ausgestattet mit 415 m² der transparenten Medienfassade IMAGIC WEAVE® lässt sich die Fassade in einen multimedialen Informationsscreen verwandeln. 

 


Zentrum für Forschung und Innovation

In der Nähe von Moskau entsteht die „Innovation City Skolkovo“, ein Zentrum für Innovation und Forschung mit den Schwerpunkten regenerative Energien, IT, Telekommunikation, Biochemie und Nukleartechnologie. Das gesamte Konzept der Skolkovo Innovation City basiert auf den neuesten Technologien zum Bau von innovativen Gebäuden, in der der Hypercube als zentraler Austragungsort für Informationsveranstaltungen seinen Platz gefunden hat.

 


Der Hypercube

Der Architekt Boris Bernaskoni konstruierte den „Hypercube“ aus Glas, Beton und Metall im Zentrum der Technologiestadt. Er entschied sich für eine gleichermaßen funktional wie auch optisch ansprechende Fassadengestaltung aus 3.200 m² Edelstahlgewebe mit insgesamt 415 m² Medienfassade IMAGIC WEAVE®.

 

Das Architekturgewebe aus Edelstahl wurde für dieses Bauvorhaben speziell nach Kundenwunsch von den Drahtwebern entwickelt. Dabei ist ein neuer Gewebetyp entstanden – EGLA-MONO 4961. 

 

Die Fassade aus Edelstahlgewebe hat unterschiedliche Vorteile: Sie ist pflegeleicht, wartungsfrei nicht brennbar und ermöglicht einen ungestörten Blick aus dem Gebäudes. Gleichzeitig lässt das Drahtgewebe durch die offene Gewebefläche von 73 % genügend Tageslicht durch die geschosshohen Fenster, sodass tagsüber auf zusätzliche Lichtquellen im Innern verzichtet werden kann.

 

Als Sprachrohr des Gebäudes passt sich die transparente Medienfassade flexibel an verschiedene Benutzeranforderungen an. So können Besuchergruppen durch die Fassade beispielsweise mit Nachrichten, Videos und Präsentationen begrüßt werden.

 


Die Medienfassade

Insgesamt unterteilt sich die Medienfassade in zwei Bereiche: Hauptscreen und Laufschriftbereich. Der 23 Pixel hohe Laufschriftbereich befindet sich am unteren Rand der Gewebefassade und zieht sich in einer horizontalen Linie nahtlos um alle vier Fassadenseiten. 322 x 186 Pixel bilden den 234 m² großen Hauptscreen auf der Nordfassade.

 

Alle Systembereiche der Medienfassade mussten bei diesem Projekt spezielle Anforderungen erfüllen. Schon zu Beginn musste gewährleistet sein, dass das gesamte System für die extremen Minustemperaturen in Russlands Wintern ausgelegt ist. In diesem Zusammenhang wurde ein zusätzliches Temperatur-managementsystem eingebaut, das zum Schutz der Medienfassade die gesamte Anlage bei einer Außentemperatur von - 30°C ausschaltet. 

 

Zudem musste es möglich sein, Notausgänge in Teilbereiche der Gewebefassade zu integrieren. Hierfür wurden speziell entwickelte Rahmen als Revisionsöffnungen in die Fassade integriert. 

 

Insgesamt sorgt die schimmernde Außenhaut der transparenten Medienfassade für eine optimale Kombination aus Ästhetik, Nachhaltigkeit und Nutzerfreundlichkeit.

 


Flexible Bedienung

Die Steuerungstechnik der Medienfassade befindet sich im Innern des Gebäudes auf vier Kontrollräume verteilt. Trotz der Komplexität dieser Technik ist die Bedienung der Medienfassade denkbar einfach und kann vom Kontrollraum, drahtlos mittels Smartphone oder Tablet PC sowie per Fernwartung von jedem Ort der Welt erfolgen.

 

Neben der Medienfassade als gestalterisches Element befindet sich zusätzlich ein 260 m² großes japanisches Kunstwerk auf der Südfassade. HAVER & BOECKER lackierte das Design elementübergreifend auf die 11 Gewebebahnen dieser Fassade.


Projekt-Video auf vimeo

Hypercube Moskau

Ort

Moskau, Russland

Anwendung

Medienfassade, Fassade, Sonnenschutz

Objekttyp

Büro- / Geschäftshäuser

Architekt

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