Grenzlandmuseum Eichsfeld

Grenzlandmuseum Eichsfeld

Gewebter Stahl als Grenzsymbol.

Das semi-transparente Metallgewebe EGLA-TWIN 4313 symbolisiert die Grenzsituation an der Fassade des Grenzlandmuseums in Eichsfeld.


In einem ehemaligen Verwaltungsgebäude der DDR, an der heutigen niedersächsisch-thüringischen Landesgrenze, befindet sich seit 1995 das Grenzlandmuseum Eichsfeld. Am einstigen Grenzübergang Duderstadt-Worbis können sich die Besucher auf über 1.000 m² über die Geschichte der deutschen Teilung informieren. Zahlreiche Original-Schauplätze, sowie Zeitzeugenberichte, Fotos und Filme veranschaulichen den Besuchern die Wirklichkeit im Grenzgebiet zur Zeit der deutschen Teilung. Das Museum versteht sich selbst als Mahn- und Erinnerungsstätte zur deutsch-deutschen Grenzgeschichte mit besonderem Blick auf die Zeit des Eisernen Vorhangs im Eichsfeld.


Die Umgestaltung

Im Rahmen einer aufwendigen Umgestaltung der Außenanlagen wurde ein neues Besucher- und Informationszentrum an das Hauptgebäude angebaut.

Glas, Edelstahl und Beton sind die Elemente, aus denen sich die Architektur des neuen Bereichs zusammensetzt. HAVER & BOECKER lieferte für diesen Anbau die das Obergeschoss umspannende Edelstahlgewebe-Fassade. Das semi-transparente Metallgewebe EGLA-TWIN 4313 soll den Grenzzaun, bzw. die Grenzsituation symbolisieren.

"Die Intention war, im Erdgeschoss des Gebäudes einen freien Blick zu haben, im ersten Obergeschoss, wo es Ausstellungen, Informationen über die Region gibt und Vorträge gehalten werden, bietet sich ein anderes Bild. So wird die Grenzsituation charakterisiert und erlebbar", sagte Herr Thustek vom Grenzlandmuseum Eichsfeld in einem Interview der Thüringer Allgemeinen. „Viel Glas gehört ebenfalls zur Architektur, dieses stellt die Veränderungen und die friedliche Revolution dar, die von den DDR-Bürgern ausging“, so Thustek.


Die Metallgewebe-Fassade

Um den optischen Ansprüchen gerecht zu werden wurden die Eckelemente der Gewebefassade vertikal um 90° gekantet, sodass der Eindruck einer in sich geschlossenen Gebäudehülle entsteht.

Neben dem in schwarz auflackierten Schriftzug „Grenzlandmuseum“, der auf zwei von drei Fassadenseiten zu lesen ist, stellt die bei Dunkelheit farbig angeleuchtete Gewebefassade ein besonderes Highlight dar. Es entfaltet sich rund um das Grenzlandmuseum eine ganz besondere Atmosphäre, bei der der Betrachter immer wieder neue Facetten in der sich illuminierenden Metallgewebe-Fassade erkennen kann.

Neben der starken Symbolkraft, welche das Architekturgewebe an diesem Ort erhält, bietet es zusätzlich einen effektiven Sonnenschutz für die dahinter gelegenen Vortragsräume. Das Architekturgewebe EGLA-TWIN 4313 bricht und filtert das Sonnenlicht und verleiht somit den dahinterliegenden Räumlichkeiten ein angenehm kühles und trotzdem wohnlich helles Raumklima.

Insgesamt lieferte HAVER & BOECKER für dieses Projekt 93 m² Architekturgewebe in 16 einbaufertigen Gewebeelementen inklusive der Befestigungstechnik von Spannkanten, Gabelschrauben und Druckfedern.


Grenzlandmuseum ist Thüringens schönstes Bauwerk 2011
Preisträger überzeugt durch Schlichtheit und Funktionalität.

In einer Abstimmung zum Tag der Architektouren wurde das Grenzlandmuseum von den Lesern der Thüringer Allgemeinen mit dem Leserpreis zum schönsten Bauwerk 2011 ausgezeichnet.


Fotografie: Foto Grimm Leinefelde

Grenzlandmuseum Eichsfeld

Ort

Teistungen, Deutschland

Anwendung

Fassade, Illumination, Sonnenschutz

Objekttyp

Bildungseinrichtungen, Kultur- / Kongresszentren

Architekt

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